Lebensgeschichte
Heiliger Petrus von Luxemburg wurde am 20. Juli 1369 im Schloss in Ligny-en-Barrois bei St-Dizier in Frankreich geboren. Sein Leben begann im Schatten des Verlusts, als sein Vater, Graf Guy von Luxemburg-Ligny, starb, als Petrus gerade zwei Jahre alt war.
Schon in jungen Jahren zeigte Petrus eine außergewöhnliche Frömmigkeit und wurde mit neun Jahren Kanoniker in Paris und Cambrai. Sein Weg führte ihn von der Kanonikerwürde über das Amt des Archidiakons von Dreux und Brüssel, bis er im Alter von nur 15 Jahren von Gegenpapst Clemens VII. zum Bischof von Metz und zum Kardinal ernannt wurde.
Petrus' Amtsantritt in Metz war von symbolischer Demut geprägt, als er auf einem Esel in die Stadt ritt. Doch die Widrigkeiten führten dazu, dass er 1385 von seinem Bischofsamt zurücktrat und sich dem Leben am Hof des Gegenpapstes Clemens VII. in Avignon zuwandte. Ab 1386 lebte er in Villeneuve-lès-Avignon, in tiefer Buße und Liebe zu den Armen, denen er sein gesamtes Vermögen schenkte.
Nach seinem frühen Tod im Alter von nur 18 Jahren ereigneten sich am Grab des Heiligen zahlreiche Wunder. Auf seinen Wunsch hin wurde er auf dem Armenfriedhof in Avignon bestattet. Seine Reliquien wurden in verschiedenen Kirchen verehrt, darunter die Kirche St. Didier in Avignon, Châteauneuf-du-Pape und die Pfarrkirche in Ligny-en-Barrois. Die Cölestiner errichteten 1395 ein Kloster an seinem Grab, wo die Reliquien bis zur Französischen Revolution aufbewahrt wurden. Heiliger Petrus von Luxemburg bleibt ein Vorbild der Demut, der Liebe zu den Armen und des tiefen Glaubens.