Wiltrud von Hohenwart

Lebensgeschichte

Heilige Wiltrud von Hohenwart, Tochter des Grafen von Thaur, wurde in der malerischen Landschaft von Thaur in Tirol, Österreich, geboren. Ihre Jugend verbrachte sie auf der imposanten Burg über Thaur, umgeben von den majestätischen Bergen der Alpen. Gemeinsam mit ihrem Bruder, Graf Ortolf, entschied sich Wiltrud, das spirituelle Erbe ihrer Familie fortzusetzen. In den stillen Hallen der Burg bei Hohenwart gründeten sie ein Benediktinerinnenkloster, dessen Grundstein im Jahr 1074 gelegt wurde. Wiltrud, von tiefer Frömmigkeit erfüllt, wurde die erste Äbtissin dieses Klosters. Ihr Lebenswerk erstreckte sich über die grünen Hügel Bayerns bis hin zu den weiten Tälern Tirols. Das Kloster in Hohenwart blühte unter ihrer Führung auf, und die Kirche, die sie einweihte, wurde zu einem Ort des Gebets und der spirituellen Vertiefung. Nach einem erfüllten Leben der Dienstbarkeit und der geistlichen Führung entschlief Wiltrud von Hohenwart am 2. Juli 1081. Der Tag ihrer Bestattung wurde zu einem festlichen Gedenktag im Kloster. Obwohl das Kloster durch die Säkularisation im Jahr 1803 aufgelöst wurde, bleibt die Erinnerung an Wiltrud von Hohenwart lebendig. Die Gebäude des ehemaligen Klosters sind seit 1876 im Besitz der von Johann Evangelist Wagner gegründeten Stiftungen, die ihre Mission der Nächstenliebe und Bildung fortsetzen.