Lebensgeschichte
Heilige Reinhild von Westerkappeln, eine Märtyrerin aus dem 12. oder 13. Jahrhundert, deren Leben von Frömmigkeit und Opferbereitschaft geprägt war. Geboren auf dem Knüppenhof in Westerkappeln-Düte bei Osnabrück, wird sie in der Legende als eine fromme Frau beschrieben, die in bescheidenen Verhältnissen lebte.
Die Legende erzählt von ihrer außergewöhnlichen Hingabe an Gott, während sie täglich die Stadtkirche besuchte. Währenddessen sollen ihre Pferde eigenständig gepflügt haben, und die Kühe hüteten sich wie von selbst. Ihre Lebensgeschichte wird von einem tragischen Ereignis überschattet - aufgrund von Erbstreitereien wurde sie auf Geheiß ihres Stiefvaters oder laut einer anderen Version ihres Bruders ermordet.
Es wird berichtet, dass ein Engel einen ersten Mordversuch verhinderte. Nach ihrem Tod soll tagelang ein Stern über dem Knüppenhof den Kindesmord angezeigt haben. Bei ihrer Bestattung geschahen mysteriöse Dinge, und sie wurde mehrmals außerhalb des Friedhofs gefunden, was darauf hindeutet, dass sie an einem anderen Ort bestattet werden wollte.
Man legte die Entscheidung über ihren Begräbnisplatz den Zugtieren eines Karrens nahe, der an der Quelle in Riesenbeck stoppte. Dort, in der katholischen Kirche, wird bis heute eine Grabplatte gezeigt, die eine hochgestellte Frau in byzantinischer Tracht darstellt. Diese Legende wird durch ein Denkmal namens "Ossenlock" und einen Brunnen im Ort lebendig gehalten.
Heilige Reinhild von Westerkappeln, eine bescheidene Märtyrerin, erinnert uns an die Opferbereitschaft und die tief verwurzelte Frömmigkeit. Ihre Geschichte lehrt uns, dass der Glaube an Gott und die Bereitschaft, für die Wahrheit einzustehen, ein erfülltes Leben formen können, selbst unter den härtesten Umständen.