Lebensgeschichte
Heilige Magdalena Sophie Barat, geboren im malerischen Joigny in Burgund, Frankreich, erlebte eine bescheidene Kindheit als Tochter eines Winzers. Ihr Weg wurde durch den Bruder Louis geebnet, der ihre Frömmigkeit erkannte und sie in Katechese unterrichtete. Doch die Wirren der Französischen Revolution führten zu einer schmerzhaften Trennung, als Louis nach Paris verschleppt wurde.
In der Hauptstadt fand Magdalena Sophie ihre wahre Bestimmung. Als Katechetin kümmerte sie sich um vernachlässigte Jugendliche und wurde dabei von dem Jesuiten Joseph-Désiré Varin unterstützt. Gemeinsam gründeten sie 1802 den Orden der "Dames du Sacré Coeur" – die "Ordensfrauen vom Heiligsten Herzen (Jesu)" mit einer Spiritualität nach dem Vorbild von Ignatius von Loyola. Magdalena Sophie übernahm den Ordensnamen und wurde zur Vorsteherin des Ordens, den sie 62 Jahre lang bis zu ihrem Tod im Jahr 1865 leitete.
Ihr Wirken erstreckte sich über die Grenzen Frankreichs hinaus. Der Orden widmete sich der Bildung von Schülerinnen, Lehrerinnen und Frauen durch Erwachsenenbildung. Unter ihrer Leitung verbreitete sich der Orden rasch in Europa, Amerika und Afrika. Ihr Engagement führte sogar dazu, dass sie 1853 das Schloss in Bregenz erwarb, um dort das Kloster Sacre Coeur Riedenburg und eine Schule zu gründen.
Magdalena Sophie Barat, eine wahre Visionärin, verstarb im Jahr 1865. Ihr Erbe lebt in den Gemeinschaften fort, die sie gegründet hat. Am 24. Mai 1908 wurde sie von Papst Pius X. selig- und am 24. Mai 1925 von Papst Pius XI. heiliggesprochen.
Heilige Magdalena Sophie Barat, eine Ordensgründerin und Bildungspionierin, inspiriert uns dazu, das Licht der Liebe Gottes durch Bildung und Nächstenliebe in die Welt zu tragen. Ihre Geschichte ermutigt dazu, unbeirrbar dem Ruf Gottes zu folgen und die Bildung als Werkzeug der Liebe und des Dienstes einzusetzen.