Lebensgeschichte
Heiliger Wigbert von Gorze, aus einer angesehenen Familie stammend, wurde um das Jahr 892 in Belgien geboren. Ursprünglich ein Ritter, spürte er jedoch eine tiefe Berufung und entschied sich, den Pfad des Militärdienstes zu verlassen.
Nach dem Rückzug auf den von seinem Vater geerbten Familienbesitz im Jahr 936 gründete Wigbert mit der Unterstützung von Kaiser Otto I. das Kloster in Gembloux bei Charleroi. Dort, umgeben von Stille und Gebet, lebte er als Einsiedler und legte den Grundstein für ein geistliches Zentrum.
Wigbert selbst trat später dem Benediktinerorden im Kloster Gorze bei und spielte eine bedeutende Rolle bei der Einführung der benediktinischen Regel in Gembloux. Sein Wirken als Mönch und Klostergründer trug zur Verbreitung des monastischen Lebens bei.
In einer Zeit der Herausforderungen predigte Wigbert den Ungarn das Evangelium, selbst als sie 954 in Brabant einfielen. Seine Worte fanden Gehör, und einige wurden durch seine Botschaft zum Glauben bekehrt.
Heiliger Wigbert von Gorze verstarb am 23. Mai 962 in Gorze. Die Mönche aus Gembloux überführten seine sterblichen Überreste in ihr Kloster, und im Jahr 1099 wurden seine Gebeine erhoben und in einem Schrein in der Klosterkirche aufgestellt.
Seine Geschichte erzählt von einem edlen Ritter, der dem Ruf Gottes folgte, um Mönch und Klostergründer zu werden. Heiliger Wigbert inspiriert uns, dem göttlichen Willen zu folgen und im Dienst an anderen ein erfülltes, christliches Leben zu führen.