Eugen von Mazenod

Lebensgeschichte

Heiliger Eugen von Mazenod, geboren in Aix-en-Provence, Frankreich, am 1. August 1782, war der einzige Sohn einer adeligen Familie, die vor den Wirren der Französischen Revolution nach Italien floh. In Turin, wo er aufwuchs, erhielt er eine Jesuitenausbildung, die sein Herz für die Liebe zu Christus und der Kirche entfachte. Nach einer persönlichen Bekehrung im Jahr 1807 trat er in das Seminar der Sulpizianer in Paris ein und wurde bald zum Rektor ernannt. Eugen wurde 1811 zum Priester geweiht und entschied sich gegen eine prestigeträchtige Position als Generalvikar, um als Volksmissionar in der Provence den Glauben zu entfachen. Gemeinsam mit Gleichgesinnten gründete er 1816 die "Gemeinschaft der Missionare der Provence" und wurde ihr Generaloberer. Papst Leo XII. erkannte die Kongregation 1826 trotz Widerständen an. Eugen von Mazenod widmete sich der Jugendbildung und entsandte Missionare weltweit. Im Jahr 1821 trug er zur Wiedereinrichtung der Diözese Marseille bei und wurde 1837 deren Bischof. Unter seinem Episkopat erlebte die Diözese einen Aufschwung, und er baute zahlreiche Kirchen, darunter die Kathedrale von Marseille und das Heiligtum Notre-Dame-de-la-Garde. Eugen von Mazenod kämpfte leidenschaftlich für das Recht auf Religionsunterricht und war ein Verfechter der Liebe zu Christus und der Kirche. Sein Herz, "weit wie die Welt", schloss die Einwanderer und Fremdarbeiter in Marseille ein. Trotz seiner herausragenden Verdienste lehnte er die Ernennung zum Kardinal ab.

Zitate

„Habt untereinander die Liebe, die Liebe, die Liebe, und in der Welt den Eifer für die Seelen.“
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