Lebensgeschichte
Heilige Etheldreda von Mercien, auch bekannt als Elfriede, wurde um das Jahr 740 als Königstochter bei Birmingham in England geboren. Ihr Leben nahm eine dramatische Wendung, als König Ethelbert von Ostanglien um ihre Hand anhielt. Doch tragischerweise wurde er im Jahr 794 auf Anstiften von Königin Quintreda, Etheldredas eigener Mutter, ermordet. Die Königin handelte dabei im Interesse ihres Bruders und verursachte damit tiefes Leid.
Etheldreda, von innerem Schmerz und dem Wunsch nach Buße erfüllt, zog sich daraufhin als Reklusin in die Nähe des Klosters von Guthlac in Crowland zurück. Dort führte sie ein Leben der Abgeschiedenheit, indem sie sich 40 Jahre lang in einer Zelle im südlichen Teil der Kirche aufhielt, gegenüber dem Hochaltar. Während dieser Zeit erlangte sie durch ihre Askese und ihre tiefe Hingabe zu Gott große Bekanntheit, und Wunder wurden mit ihrer Anwesenheit in Verbindung gebracht.
Die Heilige Etheldreda verstarb um das Jahr 835, und schon bald nach ihrem Tod wurde sie vom Volk hoch verehrt. Ihr Ruf als "die Heiligste" verbreitete sich, und ihre Geschichte inspirierte die Gläubigen dazu, sich der Buße, der Hingabe und dem Leben im Dienst an Gott zu widmen. Ihre Heiligkeit wurde als Quelle des Trostes und der Hoffnung für viele Menschen in England und darüber hinaus betrachtet.