Bernhardin von Siena

Lebensgeschichte

Heiliger Bernhardin von Siena, geboren im malerischen Massa Marittima, Italien, im Jahr 1380, wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Nach dem frühen Verlust seiner Eltern pflegte ihn seine Tante liebevoll bis zu seinem Umzug nach Siena im Jahr 1391. Dort studierte er Zivil- und Kirchenrecht, bevor er 1402 dem Franziskaner-Minoritenorden beitrat. Als Volksprediger durchstreifte er ab 1405 Mittel- und Norditalien, pflegte Kranke während der Pest von 1397 und vollbrachte wundersame Heilungen. Seine tiefe Spiritualität führte ihn zur Gründung des Klosters San Bernardino da Siena, das zu einem Zentrum der Observanten, dem strengeren Zweig des Ordens, wurde. Bernhardins Predigten, in der Sprache des Volkes gehalten, prägten die Herzen seiner Zuhörer. Er predigte nicht nur über religiöse Themen, sondern auch über familiäres, soziales und politisches Leben. Das von ihm geschaffene Symbol "IHS" für die Verehrung des Namens Jesu fand weite Verbreitung im Abendland. Trotz mehrerer Häresieprozesse und Angeboten, das Bischofsamt zu übernehmen, blieb Bernhardin seiner Demut treu. Seine Reisen führten ihn durch ganz Italien, und seine Predigten, darunter die berühmte in Perugia 1425, inspirierten Menschen überall. Heiliger Bernhardin von Siena legte 1442 die Ordensleitung nieder, um sich wieder verstärkt der Predigt zu widmen. Er verstarb auf einer seiner Reisen am 20. Mai 1444. Sein Ruhm als Friedenstifter und Volksprediger lebt bis heute weiter, und die Kirche San Bernardino in L'Aquila ist eine ehrwürdige Stätte seiner Verehrung. Papst Nikolaus V. heiligte ihn bereits am 24. Mai 1450, und seine Predigten bleiben als lebendiges Zeugnis seines tiefen Glaubens und seiner Liebe zu den Menschen in Erinnerung.

Zitate

„Klare Worte entspringen einer klaren Seele. Wenn jemand undeutlich spricht, weist das auf eine trübe Seele hin.“
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„Gott hat dir zwei Ohren und einen Mund gegeben, damit du mehr hörst als sprichst.“
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„Gebet ist der aufsteigende Geist zu Gott.“
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„Die Frömmigkeit ist wie eine Gewürzmischung für alle Tugenden, die ein Mensch besitzen kann.“
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„Freunde mögen ein Andenken hinterlassen, vielleicht einen Ring, aber Christus gibt uns Seinen Leib und Sein Blut, Seine Seele und Seine Gottheit – Er gibt sich selbst, ohne etwas zurückzuhalten.“
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