Papst Urban I

Lebensgeschichte

Heiliger Papst Urban I., ein demütiger Hirte der Kirche, erblickte im Jahr 222 in der Ewigen Stadt Rom das Licht der Welt. Sein Leben sollte von tiefer Frömmigkeit, aber auch von den Herausforderungen der Kirchenspaltung und Verfolgung geprägt sein. Die Amtszeit von Papst Urban I. begann um das Jahr 222, und er fand sich in einer Zeit wieder, in der die Christenverfolgungen unter Kaiser Alexander Severus nachließen. Dennoch dauerte die Kirchenspaltung mit Gegenpapst Hippolyt fort, und Urban I. musste die Einheit der Kirche festigen. Unter seiner Führung erließ Papst Urban I. Verordnungen, darunter die Anweisung, dass der Kelch beim Abendmahl stets aus Silber oder Gold sein müsse. Er wurde auch als Förderer des Glaubens bekannt und soll Valerianus, den Bräutigam der Heiligen Cäcilia, bekehrt haben. Der Legende nach wurde Papst Urban I. unter Kaiser Severus Alexander verfolgt, mit Bleikugeln gegeißelt und schließlich enthauptet. Seine sterblichen Überreste wurden an der Via Appia bestattet, und über seinem Grab wurde eine ihm geweihte Kirche errichtet. Die Kirche Santa Cecilia in Trastevere wurde später zum Zentrum der Verehrung von Urbans Reliquien, die unter Papst Paschalis I. dorthin übertragen wurden. Die Reliquien wurden auch nach Châlons-en-Champagne und Erstein im Elsass überführt. Heiliger Papst Urban I., ein Märtyrer und Hirte der Kirche, wird nicht nur als Verteidiger der Glaubenslehre verehrt, sondern auch als Schutzpatron der Weinstöcke und Winzer, besonders in den deutschsprachigen Ländern. Sein Gedenktag am 25. Mai ist mit der Blüte der Reben verbunden, und Winzer baten einst in Prozessionen um seinen Segen für eine reiche Weinlese.