Lebensgeschichte
Heiliger Dunstan von Canterbury, eine leuchtende Gestalt des 10. Jahrhunderts, wurde im idyllischen Glastonbury in England geboren. Sein Werdegang zeichnete sich von frühem Talent und göttlicher Hingabe aus. Als Neffe des Bischofs Athelm von Canterbury erhielt er eine erhabene christliche Erziehung, wurde von irischen Mönchen betreut und lebte zeitweise am Hof von König Æthelstan.
Dunstan erwarb sich nicht nur Kenntnisse in Metallbearbeitung und Buchmalerei, sondern auch musische Fähigkeiten. Nachdem er 934 die Mönchsgelübde abgelegt hatte, lebte er als Einsiedler in Glastonbury. Seine spirituelle Beratung für König Edmund I. markierte einen Wendepunkt, aber auch eine kurzzeitige Verbannung aufgrund von Anfeindungen.
Als Abt des Klosters in Glastonbury führte Dunstan die Benediktinerregel ein und wurde zum Vorreiter der Mönchsreform in England. Sein Exil führte ihn nach Gent, aber die Rückkehr unter König Edgar veränderte sein Schicksal. Zum Bischof geweiht, leitete er Reformen und gründete Klöster, darunter das berühmte Westminster.
Seine Ernennung zum Erzbischof von Canterbury 960 setzte einen Höhepunkt in Dunstans beeindruckender Karriere. Als engster Berater von König Edgar prägte er die Gesetzgebung und förderte Bildung und Klosterreformen. Selbst nach Edgars Tod blieb er ein maßgeblicher Ratgeber und unterstützte Eduard sowie später Ethelred II.
Heiliger Dunstan von Canterbury, ein glühender Reformer und geistlicher Führer, starb am 19. Mai 988 in Canterbury. Sein Erbe lebt in den zahlreichen reformierten Klöstern und im Ansehen als Kirchenführer weiter. Seine Darstellung, wie er einem bösen Geist mit einer Zange in die Nase kneift, spiegelt seine beharrliche Verteidigung des Glaubens wider und macht ihn zu einer beliebten Figur der Kirchengeschichte Englands.