Felix von Cantalice

Lebensgeschichte

Heiliger Felix von Cantalice, geboren im idyllischen Cantalice, Italien, erlebte eine demütige Jugend als Hirtenknabe. Schon in seiner frühen Kindheit fand er Trost und Andacht in den Stunden vor einem schlichten Kruzifix, das in einen Baum geschnitzt war. Diese frühe Verbindung zu Christus legte den Grundstein für sein späteres heiliges Wirken. Im Jahr 1543 schloss sich der junge Felix den Kapuzinern an, die zu dieser Zeit von inneren Unruhen erschüttert wurden. Diese Wirren entstanden, als der Ordensgeneral zum Protestantismus übertrat und den Orden verließ. Inmitten dieser beunruhigenden Zeiten fand Felix seinen Weg zu den Kapuzinern, um dem neuen Orden Stabilität und Hoffnung zu schenken. Über verschiedene Klöster in Italien, darunter Monte San Giovanni Campano und Tivoli, kam er schließlich nach Rom, in das Kloster San Nicola de Portiis. Dort verbrachte er über 40 Jahre als Almosensammler und erwarb den Beinamen "Deogratias" - Dank im Namen Gottes.Felix' Bescheidenheit und seine spirituelle Ausstrahlung prägten die Menschen tief. Obwohl er weder lesen noch schreiben konnte, wirkte er durch seine mystische Begabung und hatte zahlreiche Visionen der Jungfrau Maria. Seine Hingabe zu Gott spiegelte sich in nächtlichen Gebetsstunden vor dem Altar wider. Trotz schwerer Krankheiten und schmerzhafter Koliken lehnte er es ab, Gott um Linderung zu bitten. Sein Credo lautete: "Wenn Gott mir Schmerzen schickt, warum sollte ich nicht aus Liebe zu ihm leiden?" Sein Leben war von enger Freundschaft mit Persönlichkeiten wie Papst Sixtus V., Karl Borromäus und Philipp Neri geprägt. Felix von Cantalice starb im Kloster an der Kirche San Nicola de Portiis und wurde von Papst und Kardinälen begleitet. Die Verehrung für diesen demütigen Bruder erstreckte sich über die Jahrhunderte, und er wurde im Jahr 1712 von Papst Clemens XI. heiliggesprochen. Heiliger Felix von Cantalice, der Lastesel Gottes, bleibt ein lebendiges Beispiel für Bescheidenheit, Hingabe und die Kraft des Gebets. Sein Erbe lebt in der Herzen der Gläubigen weiter, die seinen Weg der Liebe zu Gott und zum Nächsten bewundern.

Zitate

„Lasst uns gehen, mein Bruder, den Rosenkranz in der Hand, die Augen auf den Boden gerichtet und unseren Geist im Himmel.“
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