Lebensgeschichte
Heiliger Ubald von Gubbio, in den sonnigen Hügeln von Gubbio, Italien, um 1083 geboren, entfaltete sein Leben als leuchtendes Beispiel des Glaubens und der Reform. In seiner Jugend durch den Verlust seiner Eltern geprüft, fand er Trost und Bildung im Kloster San Secondo, wo sein Weg als Kanoniker begann.
Seine Unzufriedenheit mit der Lebensführung seiner Mitbrüder führte ihn zu einer strengeren Gemeinschaft. Unter der Anleitung von Bischof Johannes von Lodi begann er eine Reformbewegung, inspiriert von der Regel des Petrus de Honestis. Die Gemeinschaft am ehrwürdigen San Secondo wurde nach diesen Prinzipien umgestaltet.
Ubalds ruhige Entschlossenheit führte ihn schließlich zum Bischofsamt von Gubbio, das er 1129 widerwillig annahm. Papst Honorius II. persönlich weihte ihn. Als Bischof zeichnete er sich durch seine friedliche Natur und sein aktives Mitgefühl für die Armen aus. Sein Lebensweg war geprägt von asketischer Selbstverleugnung und dem eifrigen Bemühen, die Sitten des Klerus zu reformieren.
Ubalds Einsatz für Gubbio erreichte 1155 einen Höhepunkt, als er Kaiser Friedrich I. "Barbarossa" erfolgreich von der Plünderung der Stadt abhielt. Sein friedliebendes Wesen und sein kämpferischer Geist wurden zu einem Segen für die Menschen.
Nach seinem Tod im Jahr 1160 wurde Ubalds unversehrter Leichnam in die Basilika Sant'Ubaldo am Berg Ingino überführt. Papst Coelestin III. erkannte in ihm das Modell eines Reformbischofs und einen Verteidiger gegen Machtmissbrauch, was zur raschen Kanonisierung im Jahr 1192 führte.
Heiliger Ubald von Gubbio, ein Mann der Sanftmut und der entschlossenen Reform, inspiriert bis heute durch sein vorbildliches Wirken und seinen unerschütterlichen Glauben. Seine Basilika Sant'Ubaldo auf dem Berg Ingino in Gubbio steht als Zeugnis für sein Vermächtnis und seine Verehrung.