Lebensgeschichte
Heilige Dympna und Gerebernus, Märtyrer und Priester im 7. Jahrhundert, lassen uns in die frühe Geschichte des christlichen Martyriums eintauchen. Dympna, die Tochter eines heidnischen Königs in Irland, wurde von ihrem Vater aufgrund ihrer außergewöhnlichen Schönheit begehrt. Doch fest in ihrem christlichen Glauben verankert, widersetzte sie sich den lüsternen Avancen ihres Vaters.
Die heilige Dympna floh zusammen mit dem Priester Gerebernus und anderen Gläubigen über das Meer nach Antwerpen und ließ sich schließlich im Dorf Gheel in Brabant nieder. Dort widmeten sie sich Jahre lang dem Gebet, der Betrachtung und der Buße. Die Heilige wurde zum Symbol der Reinheit und Standhaftigkeit im Glauben.
Trotz der Flucht ließ der lüsterne Vater nicht locker und verfolgte sie bis nach Gheel. Dort versuchte er, Dympna durch Schmeicheleien für seine schändlichen Absichten zu gewinnen. Als alle Versuche scheiterten, ließ er sie und den mutigen Priester Gerebernus enthaupten.
Ihre Leiber blieben zunächst unbeerdigt, wurden jedoch später von frommen Gläubigen gefunden und in einer Höhle beigesetzt. Die heilige Dympna wird als Schutzpatronin gegen den Wahnsinn verehrt, und ihre Reliquien wurden in einem reichen Sarg aufbewahrt.
Gott verherrlichte die Heilige durch zahlreiche Wunder, und ihr Kult hat bis heute Bestand. Am 15. Mai gedenken die Gläubigen der Märtyrer Dympna und Gerebernus, die durch ihre standhafte Treue zu Christus und ihre Ablehnung sündiger Verlockungen ein leuchtendes Beispiel des Glaubens hinterlassen haben.