Andreas-Hubert Fournet

Lebensgeschichte

Heiliger Andreas-Hubert Fournet, geboren in Saint-Pierre-de-Maillé im Jahr 1752, erlebte eine Jugend geprägt von Schwierigkeiten und einem zunächst erfolglosen Studium. Dennoch fand er seinen Weg zum Priestertum und wurde im Jahr 1776 geweiht. 1781 übernahm er die Pfarrgemeinde in seinem Heimatort bei Vienne, wo er zunächst am gesellschaftlichen Leben teilnahm. Die entscheidende Wendung in seinem Leben erfolgte, als er einem Bettler begegnete. Dieses Ereignis führte zu einer tiefgreifenden Veränderung, und fortan lebte Andreas-Hubert in strenger Armut. Während der Französischen Revolution weigerte er sich, den Eid auf die Zivilkonstitution abzulegen, was dazu führte, dass er 1792 nach Spanien fliehen musste. Nach dem Tod von Revolutionsführer Robespierre konnte er 1797 nach Frankreich zurückkehren. In Zusammenarbeit mit Elisabeth Bichier gründete er die Kongregation der "Filles de la Croix" (Töchter vom Kreuz), auch als "Andreasschwestern" bekannt. Diese Kongregation widmete sich der Armen- und Krankenpflege. Die von Andreas verfasste Ordenssatzung wurde 1867 vom Papst bestätigt. Von 1820 bis 1832 leitete er den Orden vom Mutterhaus in La Puye aus. Nach einem Leben im Dienst an den Bedürftigen und im Streben nach Heiligkeit verstarb Heiliger Andreas-Hubert Fournet im Jahr 1834. Seine sterblichen Überreste ruhen im Mutterhaus in La Puye. Die Gemeinschaft der Andreas-Schwestern, die heute in den romanischen Ländern und in Kanada tätig sind, trägt sein Vermächtnis der Liebe und Hingabe weiter. Die Geschichte des Heiligen Andreas-Hubert Fournet inspiriert dazu, das eigene Leben in den Dienst der Armen und Kranken zu stellen und dabei die tiefen Werte des Glaubens zu leben.