Franz de Hieronymo

Lebensgeschichte

Heiliger Franz von Geronimo, geboren im malerischen Grottaglie in Italien, erlebte seine Jugend in der Liebe eines wohlhabenden Elternhauses. Schon in jungen Jahren zeigte sich seine Berufung zum geistlichen Leben, und der Theatinerorden erkannte sein Potenzial. Ab 1652 wurde er an der Kirche San Mattia erzogen, entwickelte eine tiefe Hingabe und wurde mit 16 Jahren in den geistlichen Stand aufgenommen. Franz setzte seine Ausbildung in den Seminaren der Jesuiten fort, studierte Philosophie und Theologie in Tarent und Neapel. 1666 wurde er zum Priester geweiht und trat in den Jesuitenorden ein. Als Erzieher am Kolleg in Neapel und als einer der bedeutendsten Volksmissionare prägte er das geistliche Leben seiner Zeit. Seine Predigten, bis zu vierzig am Tag, erreichten die Menschen auf Plätzen und Kanzeln im ganzen Königreich Neapel. Als "Apostel von Neapel" wurde er verehrt, entwickelte eine neue Art der Verkündigung und wurde zum Trost der Armen, Kranken und Gefangenen. Franz von Geronimo gründete Hilfswerke, unterstützte Strafgefangene, junge Frauen, gefährdete Mädchen und Arbeiter. Sein soziales Engagement erstreckte sich auf Krankenversicherung und Sterbekasse. Er war ein Pionier in der Förderung von Cyrus dem Armen, heilte Kranke mit dessen Reliquien und führte dessen Fest ein. Nach seinem Tod im Jahr 1716 wurde Franz zunächst heimlich begraben, um Reliquienklau zu verhindern. Doch die Massen strömten zu seinem Grab in der Kirche del Gesù Nuovo. 1945 wurden seine Gebeine feierlich in das für ihn errichtete Santuarium in Grottaglie überführt. Heiliger Franz von Geronimo, der "Apostel von Neapel", bleibt ein Vorbild der Nächstenliebe und des unermüdlichen Dienstes an den Bedürftigen. Seine Geschichte inspiriert dazu, die Frohe Botschaft mit Leidenschaft und Mitgefühl zu verkünden und den Bedürftigen uneigennützig zu dienen.