Gisela von Ungarn

Lebensgeschichte

Die selige Gisela von Ungarn, geboren auf der Burg in Abbach bei Regensburg, Bayern, im Jahr 985, war die Tochter des Herzogs Heinrich II. "dem Zänkerer" von Bayern und der Gisela von Burgund. Als Schwester des späteren Kaisers Heinrich II. und Gattin von Stephan, dem späteren König von Ungarn, wurde sie zu einer herausragenden Persönlichkeit ihrer Zeit. Bereits im Alter von zehn Jahren wurde Gisela die Gattin von Stephan, der später König von Ungarn wurde. Als Königin ab 997 setzte sie sich mit großer Hingabe für die Verbreitung des Glaubens in Ungarn ein. Unter ihrer Regentschaft wurden zahlreiche Kirchen und Klöster errichtet, und sie wurde zu einer bedeutenden Förderin des christlichen Lebens in Ungarn. Ihr Glaube wurde jedoch auf eine harte Probe gestellt, als ihr Sohn Emmerich im Jahr 1031 durch einen Jagdunfall starb. In der ungarischen Tradition wird Gisela als Anstifterin des Verbrechens betrachtet, das ihr Mann nach dem Tod von Emmerich beging. Dennoch blieb sie standhaft im Glauben und wurde nach einer Revolte des Adels und ihrer Befreiung durch König Heinrich III. im Jahr 1045 Äbtissin im Kloster Niedernburg in Passau. Gisela verbrachte die letzten Jahre ihres Lebens im Kloster, wo sie 1057 Äbtissin wurde. Ihr Grab im Kloster Niedernburg in Passau wurde zum Ziel ungarischer Wallfahrer. In Ungarn wird sie besonders in Veszprém verehrt, wo möglicherweise ihre Residenz war und eine Kapelle zu ihren Ehren errichtet wurde.