Jutta von Sangerhausen

Lebensgeschichte

Heilige Jutta von Sangerhausen im Jahr 1200, erlebte eine bemerkenswerte Transformation von einer Wohltäterin und Mutter zu einer engagierten Einsiedlerin. In ihrer Jugend war sie mit Freiherr Johannes Konopacki von Bielczna verheiratet und widmete sich nach seinem Tod der Krankenpflege, inspiriert von Vorbildern wie Elisabeth von Thüringen und Mechthild von Magdeburg. Nach dem Verlust ihres Mannes verspürte Jutta das Verlangen, ein Leben in evangelischer Armut zu führen, entschied sich jedoch, ohne in einen Orden einzutreten, nach dem Beispiel der Heiligen in der Welt zu wirken. Im Jahr 1256 begab sie sich mit ihrem Verwandten Anno von Sangerhausen, dem Hochmeister des Deutschen Ordens, in das Deutschordensgebiet bei Kulmsee, dem heutigen Chełmża. In Bildschön, dem heutigen Bielczyny, fand Jutta von Sangerhausen ihre Einsamkeit und Hingabe. An der Domkirche von Kulmsee traf sie auf ihren Förderer und Beichtvater, Johannes Lobedau. Nach dessen Nachfolger, dem Dominikaner-Provinzial Heidenreich von Kulm, wurde sie in Kulmsee gemäß ihrem Wunsch bestattet. Ihre Gebeine wurden 1637 erhoben, aber waren verschollen.