Godehard von Hildesheim

Lebensgeschichte

Heiliger Godehard von Hildesheim, geboren im beschaulichen Reichersdorf bei Niederaltaich in Bayern im Jahr 960, begann sein Leben als einfacher Bauernsohn. Doch schon früh zeigte sich seine außergewöhnliche Begabung, und er wurde im Kloster der Benediktiner in Niederaltaich erzogen. Seine geistliche Reise führte ihn weiter nach Regensburg, wo er im Kloster St. Emmeram studierte. Aufgrund seiner herausragenden Begabung empfahl man ihn dem Bischof von Salzburg. Dort vertiefte er sein Studium im Kloster St. Peter. Im Jahr 990 schloss sich Godehard dem Benediktinerorden in Niederaltaich an und wurde 993 zum Priester geweiht. Seine geistliche Führungstätigkeit begann im Jahr 997, als er zum Abt des Klosters Niederaltaich ernannt wurde. Unter seiner Leitung blühte das Kloster auf, und es wurde zu einem Zentrum der von Heinrich II. geförderten Reformen von Gorze. Godehard selbst wurde zu einem konsequenten Verfechter dieser Reformideen. Neben seinem Amt in Niederaltaich wurde er 1001 auch als Abt nach Tegernsee berufen, doch er kehrte 1002 nach Niederaltaich zurück. Seine Reformarbeit erstreckte sich auch auf das Kloster Hersfeld, das er 1004 auf Wunsch von Kaiser Heinrich II. übernahm. Die Jahre vergingen, und im Jahr 1022 wurde Godehard, wohl gegen seinen Willen, auf Vorschlag von Kaiser Heinrich II. Bischof von Hildesheim. Sein bischöfliches Wirken war von Volksverbundenheit und Fröhlichkeit geprägt. Godehard förderte Schulen und die Buchkunst, ließ Kirchen bauen und verteidigte die Rechte seines Bistums. Heiliger Godehard von Hildesheim, dessen schlichte und asketische Lebensweise ihn beliebt machte, starb am 5. Mai 1038. Die Legenden erzählen von Wundern, darunter die Auferweckung Verstorbener, damit sie ihre Sünden beichten konnten, bevor sie wieder sanft entschliefen.