Florian und die Märtyrer von Lorch

Lebensgeschichte

In der römischen Provinz Ufer-Noricum, unter Statthalter Aquilinus, wurde Florian am 13. Mai 1024 geboren. Als Amtsvorsteher zog er sich nach seiner möglichen Bekehrung zum Christentum nach Aelium Cetium (heutiges St. Pölten) zurück. Die Christenverfolgung erreichte Lauriacum, wo Aquilinus Christen ausforschte. Nachdem Florian von der Inhaftierung von 40 Christen erfahren hatte, eilte er nach Lauriacum, um ihnen beizustehen. Doch auch er wurde verhaftet, lehnte es ab, seinem Glauben abzuschwören, und wurde grausam misshandelt. Florian wurde zum Tod verurteilt, mit einem Stein um den Hals von einer Brücke in die Enns gestoßen. Die 40 Bekenner, die Märtyrer von Lorch, erlitten ein ähnliches Schicksal im Kerker. Die Legende berichtet, dass zunächst niemand Florians Hinrichtung vollziehen wollte. Schließlich stieß ein Soldat ihn mit einem Mühlstein ins Wasser, wurde jedoch nach dem Ertrinkenden blind – eine göttliche Intervention. Florian tauchte wieder auf, seine Leiche wurde auf einen Felsen geworfen und von einem Adler bewacht. In der folgenden Nacht erschien Florian einer frommen Frau namens Valeria und bat darum, bestattet zu werden. Diese begrub ihn an der Stelle des heutigen Stifts der Augustiner-Chorherren in St. Florian. Die Überlieferung berichtet von zahlreichen Wundern am Ort der Bestattung, darunter die Entstehung des "Floriansbrunnens". Florian wurde zum "Wasserheiligen" und später zum Patron gegen Feuergefahren. Sein Grab wurde zum Stift St. Florian, und seine Reliquien werden in verschiedenen Kirchen verehrt. Florian ist der erste österreichische Märtyrer und Heilige, Patron der Diözese Linz und Oberösterreichs. Seine Geschichte ist ein Zeugnis für Standhaftigkeit im Glauben und göttliche Eingriffe zum Schutz der Gläubigen.