Anselm von Canterbury

Lebensgeschichte

Heiliger Anselm, geboren im Jahre 1033 in Aosta, Italien, wuchs in einer frommen Familie auf, in der der Glaube eine zentrale Rolle spielte. Bereits in jungen Jahren zeigte er ein außergewöhnliches Interesse an theologischen Fragen und dem Streben nach Wahrheit. Sein Weg führte ihn ins Kloster Bec, wo er die klösterliche Lebensweise annahm und tiefer in die philosophischen und theologischen Studien eintauchte. Anselm wurde als Prior des Klosters anerkannt, und seine geistige Größe wurde deutlich, als er zum Erzbischof von Canterbury ernannt wurde. Als Erzbischof setzte er sich für die Rechte der Kirche gegenüber dem Königtum ein und verfolgte eine Theologie der Sühne, die als "Versöhnungstheologie" bekannt wurde. Sein bedeutendes Werk "Cur Deus Homo" (Warum Gott Mensch wurde) ist ein Meisterwerk der mittelalterlichen Theologie, das die Sühnelehre vertieft. Anselms Leben war geprägt von seinem Bemühen, den Glauben durch die Vernunft zu verteidigen. Sein berühmtes Argument "Fides quaerens intellectum" (Der Glaube sucht das Verstehen) verdeutlicht seine Überzeugung von der Harmonie zwischen Glaube und Vernunft. Am 21. April 1109, seinem Geburtstag, verließ Anselm diese Welt. Sein Sterben war von einer tiefen inneren Ruhe geprägt, und er wurde später heiliggesprochen. Die Geschichte des Heiligen Anselm, Erzbischofs von Canterbury und Kirchenlehrers, lehrt uns, dass der Glaube und die Vernunft miteinander in Einklang stehen können. Sein Vermächtnis ruft dazu auf, den Glauben zu vertiefen und die Wahrheit des christlichen Lebens zu suchen.

Zitate

„Der Glaube sucht das Verstehen.“
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„Ich glaube, um zu verstehen.“
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