Lebensgeschichte
Heiliger Johannes Nepomuk, geboren im Jahr 1340 in Nepomuk, einem kleinen Dorf in Böhmen, wuchs in einer Zeit gesellschaftlicher Unruhen und politischer Spannungen auf. Von Jugend an zeigte er eine tiefe Frömmigkeit und entschied sich für den Weg des Priestertums.
Nach seinem Studium in Prag wurde Johannes Nepomuk zum Priester geweiht. Sein Dienst führte ihn in die Hauptstadt Böhmens, wo er sich durch seine außergewöhnliche Seelsorge und sein Engagement für die Armen und Kranken auszeichnete. Sein tiefes Vertrauen in Gott und seine Hingabe an die Buße und das Gebet prägten sein priesterliches Leben.
Im Jahr 1393 wurde Johannes Nepomuk aufgrund seiner Weigerung, das Beichtgeheimnis zu brechen, zum Märtyrer. Als Beichtvater der Königin Sophie geriet er in einen Konflikt mit König Wenzel IV. von Böhmen. Trotz Folter und Drohungen schwieg er beharrlich und wurde schließlich von der Karlsbrücke in Prag in die Moldau geworfen.