Josephina Bakhita

Lebensgeschichte

Josephina Bakhita, eine bemerkenswerte Ordensfrau, wurde im Jahr 1869 in Darfur, im heutigen Sudan, geboren. Ihre frühe Kindheit war von Frieden und Glück in ihrer afrikanischen Heimat geprägt. Doch im Jahr 1877 wurde sie in einem tragischen Schicksalsschlag von Sklavenhändlern entführt. Sie wurde durch mehrere Besitzer weiterverkauft und erlebte während dieser schmerzlichen Jahre Misshandlungen und Entfremdung von ihrer Kultur und Familie. Im Jahr 1883 wurde Josephina von einem italienischen Konsul nach Italien gebracht und in die Obhut einer italienischen Familie in Venedig gegeben. Hier begann ein neuer Abschnitt in ihrem Leben, als sie den christlichen Glauben kennenlernte und sich im Jahr 1890 taufen ließ. Sie trat in das Kloster der Canossianerinnen in Schio, Italien, ein und widmete ihr Leben ganz Gott. Josephina Bakhita verbrachte viele Jahre als Ordensfrau, in denen sie im Dienst an den Armen und Bedürftigen ihre Berufung lebte. Sie strahlte eine herzliche Güte und Liebe aus, die Menschen auf der ganzen Welt berührte. Heilige Josephina Bakhita verstarb in Schio, Italien, im Jahr 1947 und wurde 2000 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen. Ihre Lebensgeschichte ist ein lebendiges Zeugnis für die Stärke des menschlichen Geistes und die Kraft des Glaubens, auch in den schwierigsten Zeiten. Die Heilige Josephina Bakhita, eine Ordensfrau und Symbol der Hoffnung, erinnert uns daran, dass der Glaube und die Liebe in der Lage sind, selbst die tiefsten Wunden der Seele zu heilen. Ihre Geschichte inspiriert uns, die Liebe Gottes zu teilen und für die Freiheit und Würde aller Menschen einzutreten.

Zitate

„Hätte ich Gott während meiner langen Zeit der Sklaverei gekannt, so hätte ich zumindest in seiner Gegenwart Trost gefunden.“
Dauerlink
„Es ist wahrhaftig, dass ich nicht durch ein Wunder des Herrn gestorben bin, sondern durch sein Wunder wurde ich dazu bestimmt, bessere Wege zu beschreiten.“
Dauerlink
„Wenn ich jenen dunklen Menschen begegnen würde, die mich entführt und gefoltert haben, würde ich vor ihnen niederknien, um ihre Hände zu ehren. Denn ohne ihre Taten wäre ich heute nicht im christlichen Glauben verankert.“
Dauerlink
„Diese armen Seelen wussten nicht, dass sie mir Schaden zufügen – sie waren die Herren, ich der Sklave. So wie wir Gutes tun sollten, handelten auch diese dunklen Männer aus ihrer Gewohnheit heraus, nicht aus Boshaftigkeit.“
Dauerlink
„Obwohl ich im Schlamm lag, blieb ich unberührt. Durch Gottes Gnade wurde ich stets bewahrt. Unsere Liebe Frau schützte mich, obwohl ich sie nicht kannte.“
Dauerlink
„In verschiedenen Momenten fühlte ich mich von einer überlegenen Kraft getragen.“
Dauerlink