Paulus von Theben

Lebensgeschichte

Im 3. Jahrhundert, während der Blütezeit des römischen Reiches, führte ein Mann ein Leben der Abgeschiedenheit und des Gebets in der ägyptischen Wüste. Paulus von Theben, wie er später bekannt wurde, gilt als einer der ersten christlichen Einsiedler und ist ein herausragendes Beispiel für das asketische Leben. Sein Leben war geprägt von seiner Entscheidung, die Welt hinter sich zu lassen und in die Wüste zu ziehen, um Gott in der Einsamkeit und im Gebet zu suchen. Paulus von Theben lebte viele Jahre in einer Höhle, wo er ein einfaches Leben führte und sich dem Gebet und der Buße hingab. Seine Entscheidung, in der Wüste zu leben, zog andere Mönche an, die nach geistlicher Anleitung suchten. Paulus von Theben wurde zu einem geistlichen Vater für viele und trug zur Entwicklung des Mönchtums bei. Sein Sterben war von der Gewissheit geprägt, dass er ein erfülltes Leben der Hingabe an Gott geführt hatte. Paulus von Theben verstarb im Alter von über 100 Jahren im Jahr 341 und wurde für seine Askese und sein geistliches Erbe verehrt. Die Geschichte des Heiligen Paulus von Theben erinnert uns daran, dass die Suche nach Gott und das asketische Leben spirituelle Früchte tragen können. Seine Geschichte inspiriert uns, nach innerer Einkehr und Hingabe an Gott zu streben, selbst in einer Welt, die von äußeren Ablenkungen geprägt ist.

Zitate

„Was hat jemals diesem bedürftigen Greis gefehlt? Ihr habt Trinkgefäße aus kostbarem Stein, er trank aus seiner bloßen Hand. Ihr tragt Gewänder aus Goldfäden, während er sich kaum kleiden konnte wie eure ärmsten Diener. Trotz seiner Armut öffnet sich ihm das Paradies, euch dagegen, die ihr im Überfluss lebt, erwartet die Hölle. Obwohl er nackt ist, hat er den Glauben an Christus bewahrt, während ihr, die ihr in Seide gehüllt seid, das Gewand Christi verloren habt. Paulus wurde in einfacher Erde begraben, um zur Herrlichkeit auferweckt zu werden. Ihr jedoch, die ihr eure Schätze bewahrt, errichtet aufwändige Grabstätten. Ich bitte euch, verschont zumindest euren geliebten Reichtum! Warum kleidet ihr eure Verstorbenen in mit Gold verzierte Gewänder? Warum endet der Prunk nicht an den Tagen der Trauer und des Leids? Verwesen die Körper der Reichen nur in Seide?“
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